EINE KOMPLEXE PRODUKTION

Die Qualität des Saatgutes hat ihren Ursprung in den Parzellen der Produzenten. Die perfekte Beherrschung der Anbautechniken ist die Gewährleistung für einwandfreies Rohsaatgut (Feldproduktion) höchster Qualität. Die Saatgutvermehrer haben zur Effizienzoptimierung eine technischen Unterstützung bei der Planung und Organisation der wichtigsten Produktionsschritte zu ihrer Verfügung.

Dabei muss die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren ohne Einschränkungen stattfinden, damit die Qualität des Endproduktes nicht beeinträchtigt wird. Außerdem sind sie dazu verpflichtet, die vom GNIS-SOC festgelegten technischen Vorschriften für die Produktion, Kontrolle und Zertifizierung von Saatgut genauestens zu befolgen.

Eine sehr spezifische und hochspezialisierte Produktion

Die Erzeugung von Maissaatgut unterscheidet sich vom Anbau von Mais für den Verzehr durch spezifische Maßnahmen, die durchzuführen sind, sowie spezifischem Material, was einen erheblichen Arbeitsaufwand pro Hektar zur Folge hat.

Der Saatgutvermehrer befindet sich im Zentrum dieses Systems und ist ein für die Erzeugung von Maissaatgut unerlässliches Element. Er trägt somit die volle Verantwortung für die Qualität des gewonnenen Saatgutes. Von der Isolierung bis zur Ernte ist der Saatgutvermehrer bei jeder Etappe aktiv, unterstützt von Fachleuten aus der Branche.

Während des gesamten Produktionsprozesses ist der Landwirt für den gesundheitlichen Zustand der Vermehrungsfläche verantwortlich, wobei die geltenden Vorschriften zu ökologischen, sozialen oder pflanzenschutztechnischen Aspekten zu beachten hat.

Die wichtigsten Etappen der Maissaatguterzeugung

Die Aussaat

Für die Erzeugung von Hybriden müssen die männlichen und weiblichen Elternpflanzen zeitlich versetzt ausgesät werden, um einen ausreichenden Zeitraum für die Bestäubung nach dem Erscheinen der Seide sicherzustellen. Der Landwirt befolgt dafür ein von der VO-Firma vorgegebenes Protokoll mit vorgegebenen Terminen und Maßnahmen für die Aussaat. Die Qualität der Aussaat (Vorbereitung des Bodens, Anlage, Abstand usw.) ist entscheidend für gesamte Produktion.

Die Selektion

Eine wesentliche Etappe im Qualitätskreislauf ist die Selektion, bei der der Landwirt während der gesamten Wachstumsperiode eine Auswahl bei den Elternpflanzen vornimmt um möglicherweise vorhandenen Abweichler zu beseitigen. Dies ist eine Präzisionsarbeit, bei der der Landwirt vor der Kastration die Reinheit jeder Parzelle zu überprüfen hat.

Die Vernichtung der männlichen Pflanzen

Für eine optimale Sortenreinheit entfernt der Saatgutvermehrer entsprechend der Anweisungen des Sachverständigen der VO-Firma vor der Ernte der weiblichen Pflanzen die männlichen Pflanzen.

Die Kastration

Die Kastration ist ebenfalls eine wichtige Etappe der Maisguterzeugung. Bei dieser Etappe werden, mechanisch oder manuell, sämtliche Rispen der weiblichen Pflanzen entfernt, bevor diese Pollen freisetzen können.

Der Saatguterzeuger überwacht daher ständig die physiologische Entwicklung der Pflanzen, wobei er für die Planung der verschiedenen Maßnahmen die technischen Empfehlungen der VO-Firmen befolgt. Im Vorfeld stellt sie sicher, dass er über die notwendigen personellen und mechanischen Mittel verfügt. Außerdem ist er für die Schulung und Betreuung seiner Mitarbeiter für und während der Kastration zuständig.

Der Saatgutvermehrer führt so viele mechanische und manuelle Kastrationen durch, wie benötigt werden.

Die Ernte

Die VO-Firma teilt dem Saatgutvermehrer entsprechend der spezifischen Merkmale der erzeugten Sorte das Datum für die Ernte mit. Der Saatgutvermehrer verpflichtet sich, die Empfehlung zu respektieren und der Firma die ganze Ernte zu liefern, was eine Identifizierung der Chargen bis zur Lieferung sicherstellt.

Es werden mithilfe spezieller Geräte die ganzen Maiskolben geerntet, die anschließend in belüfteten Silos gelagert werden bis sie zur Produktionsanlage gebracht werden.

Eine vertraglich abgesicherte Produktion

Für jede Saatguterzeugung muss ein GNIS-Vertrag für die Vermehrung von Saatgut zwischen dem Landwirt und einer zur Kontrolle zugelassenen VO-Firma abgeschlossen werden. Dieser Vertrag wird vom GNIS zertifiziert.

Mit der Unterzeichnung dieses Vertrags verpflichtet sich der Landwirt, die Bestimmungen der Standard-Vereinbarung für die Maissaatguterzeugung einzuhalten:

  • das Maissaatgut unter strikter Anwendung der von der Gewerkschaft und/oder Vertragsunternehmen gegebenen technischen Anweisungen zu erzeugen und aufzubewahren;
  • das Saatgut genau auf der im Vertrag festgelegten Fläche auszubringen und dabei die Isolationsabstände einzuhalten, um nicht den benachbarten Saatguterzeuger zu behindern;
  • die Vermehrungsfläche in einem für die Saatgutvermehrung guten Zustand zu halten;
  • den mit der Kontrolle des Feldbestandes beauftragten Sachverständigen, sowohl vom Vertragsunternehmen als auch dem SOC, seine Feldbestandsprüfung durchführen zu lassen;
  • die gesamte unter den Vertrag fallende Ernte abzuliefern.”

Die Einhaltung der technischen Vorschriften seitens des Landwirtes führt dazu, dass die Produktion als konform angesehen werden kann.

Die Unterzeichnung des Vertrags verpflichtet zudem die VO-Firma, folgende Bestimmungen einzuhalten:

  • sämtliche notwendigen technischen Anweisungen zu geben;
  • das Basissaatgut rechtzeitig zu liefern;
  • die gesamte Ernte abzunehmen;
  • verschiedene andere Bestimmungen einzuhalten, die sich auf der Rückseite des Vertrages befinden.”

Eine funktionierende Kommunikation für eine stabile Performance

Die technische Betreuung der Saatgutvermehrer ist eine der Aufgaben des Branchenverbandes FNPSMS. Abgesehen von seiner formellen und operativen Rolle engagiert sich der Branchenverband zudem, das Verständnis der Rolle eines jeden Akteurs in der Produktionskette zu garantieren. Diese Kommunikation ist, wenn man die Vielzahl an Akteuren, die in der Produktionskette aktiv sind, bedenkt, von höchster Wichtigkeit.

Es ist unerlässlich, dass sich die verschiedenen Akteure bewusst sind, dass sie voneinander abhängig sind, um die maximale Leistung jedes Glieds in dieser Kette aufrechtzuerhalten.

Das „Programm für eine ständige Qualität“ der Branche ist Teil dieses Strebens, sich ständig auszutauschen, und der Synergie zwischen allen Beteiligten.

Entdecken Sie das „Programm für eine ständige Qualität“ – ein Symbol der Zusammenarbeit.

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